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Überblick

Weilbachs Geschichte

Der BuntsandsteinNeu

Weilbachs Geschichte

 

Die Geschichtliche Entwicklung WeilbachsWeilbach könnte auf eine Besiedlung der Franken zurückgehen. Erstmals wurde die Gemeinde 1180 als "Wilnbach" oder "Wylnbach" urkundlich erwähnt. Weilbach besaß einst zwei Mühlen. Die wohl älteste Mühle ist die Weilbacher Mudmühle am Ortseingang nach der Mudbrücke. Hier sollen schon 1201 die Herren von Wilnbach gelebt haben. Das heutige Gebäude wurde im Jahre 1585 errichtet. Die zweite Mühle ist die Uhrigsmühle, sie wurde 1880 an ihrem jetzigen Standort erbaut.

Etwas außerhalb, in Richtung Breitendiel, steht das Eisenwerk mit seiner Villa, im Volksmund auch "Hammer" genannt, wo früher ein durch Wasserkraft angetriebener Eisenhammer in Betrieb war. Die Gründer waren im Jahre 1822 die Gebrüder Reubold. Seit 1960 gehört das Eisnwerk der Firma Linde AG.

Außerdem kennzeichnete den Ort eine sehr alte Handwerkerschicht. Darunter fanden sich:
Schuster, Schneider, Zimmerleute, Bäcker, Metzger, Hausschlächter, Schmiede, Küfer, Maurer, Wagner, Bau- und Möbelschreiner, Polsterer, Schlosser, Maler und Friseure.

Die Marktgemeinde Weilbach hatte im Jahre 1803 593 Einwohner, 1832 863 Einwohner und 141 Wohngebäude. Im Jahre 1840 zählte allein der Eisenhammer 71 Einwohner und 10 Familien. 1950 waren es in Weilbach 1493 Einwohner mit 197 Wohngebäuden.

Die heutige Einwohnerzahl beläuft sich auf 2299 Personen (Stand: 31.12.2008)

 
Wie war das Leben vor 45 Jahren?

Der Markt Weilbach 1965/66Wie war das Leben in der Marktgemeinde vor 45 Jahren? Ein authentisches und mit viel Liebe zum Detail erstelltes Videodokument nimmt Sie mit zurück in das Jahr 1965. Aufgenommen und bearbeitet wurde dieser Film von Dr. Martin Amborn aus Offenbach.

 

Chronik der Gemeinde Weilbach

JahrEreignis
1201erste urkundliche Erwähnung Weilbachs: Der Ritter Cunrat von Wilenbach war Zeuge bei einer Grundstückssache des Hauses Dürn, dem er dienstbar war. (Die Herren von Dürn waren von 1171 - 1272 Schutzvögte des Klosters Amorbach und standen im Dienst der Stauferkaiser.
1235Wolframus de Wilenbach wird als Weilbacher Pfarrer genannt.
1272Ortsherrschaft ging auf Mainz über. (Verkauf durch Dürn)
1395Erste Erwähnung der Mühle an der Mud. - Wohl vorher befestigter Platz an der Grenze zwischen Würzburger und Mainzer Herrschaft. (Die Grenze bildeten der Weilbach und der Ohrnbach) Vermutlich Wohnung der Ritter von Weilbach, die im 14. Jahrhundert nicht mehr erwähnt werden.
1499bestand schon ein blühender Weinbau. - 1803 lebte 2/3 der Bevölkerung vom Ertrag der Weinberge. Durch Rebkrankheiten und ungünstige Witterung ging der Weinanbau stark zurück. Im 19. Jahrhundert gab es aber immer noch Heckenwirtschaften. Etwa 1970 Neubeginn mit dem Weinbau.
1500Weilbacher haben Fischrecht in der Mud. (Aber nur, was sie mit den Händen fangen können, ohne Gerät.)
1611Erste Dorfordnung. Dabei wird bereits der Brunnen erwähnt. (Später Dreiröhren- oder Dreifaltigkeitsbrunnen genannt. Figuren: Maria, Petrus und Paulus.)
1631 - 1634in diesen Jahren des 30-jährigen Krieges hatten die Grafen von Erbach die Dorfherrschaft inne, danach wieder Mainzisch.
1649„Schuelmeyster“ erwähnt, schon 1586 ein „Glöckner“: Schul- und Kirchendienst gehörten zusammen. 1648 wurde im „Westfälischen Frieden“ die Schule als „Zubehör zum Kirchenwesen“ bezeichnet.
1656Jetzt auch kirchliche Zugehörigkeit zum Bischof von Mainz.
1693Der Mainzer Sekretär und Violinvirtuose Joh. Jacob Walter kauft die Mudmühle und das Hofgut. Aus seiner Verwandtschaft stammt der Schwedische Hofkapellmeister Josef Martin Kraus (1756 - 1792), dessen Vater Bernhard in Weilbach geboren wurde. - Das Hofgut heiß Waltersches Gut, wurde aber auch nach den Vorbesitzern als Brosamers Gut oder Tillmetzsches Gut bezeichnet.
1779Wiederbelebung des Bartholomäusmarktes.
1786Nun wohnen die Pfarrer in Weilbach, zunächst in Miete, vorher im Kloster Amorbach.
1789Die Kirche „St. Johannes von der lateinischen Pforte“ wurde gebaut. Baumeister Adam Josef Becker - Pfarrer Theodard Heun. Es gab Vorgängerkirchen (1489 u. 1514 erwähnt) und eine Erweiterung.
1791Abschluss der Teilung des Mitmärkerwaldes. (19 beteiligte Gemeinde)
1792Ablösung der „Leibeigenschaft“
1800Schulhausbau mit Lehrerwohnung und Rathaus (heute Pfarrheim)
1803Weilbach zum Fürstentum Leiningen. Ende der Mainzer Herrschaft und Auflösung des Klosters Amorbach.
1806Weilbach zum Großherzogtum Baden.
1810Weilbach zum Großherzogtum Hessen-Damstadt
1816Weilbach gehört zu Bayern.
1821Weilbach gehört nun kirchlich zu Würzburg. (1802 - 1817 zu Dalberg - Bischof von Mainz und dann von Regensburg.)
1822Johann Michael Reubold gründet die Eisenfabrik, den „Eisenhammer“.
1823Das heutige Pfarrhaus wird vom Pfarrer bezogen. Vorher ein 1768 erbautes Bauernhaus.
1826Friedhof an der Reuenthaler Straße. Verschiedene Erweiterungen. Vorher wurden die Toten um die Kirche herum bestattet.
1832Gründung der evangelischen „Hammerschule“ im Eisenwerk. Erst Privatschule, 1834 - 1920 öffentliche Schule, zunächst im Fabrikgelände und 1886 Schulbau an der Straße.
1861 - 1863erster Kindergarten.
1872Zehntablösung
1880Schulbau neben Kirchplatz. Schönberger baut - nach Mühlenbrand in Ohrnbach - die Uhrigsmühle am Ohrnbach.
1891Erste Turbine in der Mudmühle.
1895Bau des Kindergartens mit Schwesternhaus durch Pfarrer Roth.
1897Ordensschwestern beginnen den Kindergartenbetrieb und die Arbeitsschule. - Ab 1912 auch Krankenschwester. - 1972 Auflösung der Schwesternstation. - Kindergarten besteht weiter durch weltliche Kindergärtnerinnen.
1898„Pegel Weilbach“: regelmäßige amtliche Wasserstandsmessungen an der Breitendieler Straße.
1899Badeplatz an der Uhrigsmühle.
1900Heutiges Rathaus - vorher Bauernhaus - wird bezogen - verschiedene Umbauten. - Rathaus ab 1800 in der Schule und von 1835 an in der heutigen Raiffeisenbank.
1904Erster elektrischer Strom für das Eisenwerk und einige Weilbacher, gewonnen durch eine Turbine in der Mudmühle
1912Schulbau an der Reuenthaler Straße. („Neue Schule“). Erste Wasserleitung löst die Brunnen ab, welche die Gesundheit gefährdeten.
1922Kriegerdenkmal an der Kirche (St. Mauritius) und 1923 das Kriegerwitwendenkmal (St. Elisabeth), geschaffen von Professor Valentin Kraus.
1927Gründung der Pfarrbücherei - 1987 Neubeginn.
1939Eröffnung des Rathaussaales.
1945Sprengung der Mudbrücke am 30.03. - Notbrücke - Brückenbau 1953. Bei der Sprengung wurde die Brückenmadonna (geschaffen 1775 von Nikolaus Hoff) zerstört. 1957 neue Madonna auf altem Sockel.
1972Eingemeindung von Reuenthal.
1977bei der Gemeindereform wird Weckbach mit seinen Ortsteilen Gönz, Ohrnbach, Wiesenthal und Sansenhof mit Weilbach zusammengeschlossen. Bau der Umgehungsstraße B 469. Weilbach nicht mehr vom regen Straßenverkehr belastet.
1999Bau der neuen Gotthard-Grundschule. (Klassen 5 und 6 seit 1974 und Klassen 7 und 9 seit 1969 in Amorbach.)
Umbau der Alten Schule zum Dienstleistungszentrum
2001800-Jahr-Feier
Neubau der Sporthalle